Alpenschule Westendorf

Der Hof Eichtl

Die Geschichte zum Hof

Im Jahr 1497 gab es die erstmalige Erwähnung einer Katharina Eichtlin. Um 1513 wurde ein Sebastian Eichtl urkundlich erwähnt. Im Jahr 1860 gelangt Georg Rieser (geb. 1817) in den Besitz des Hofes.

Hoferbe wird Georg Rieser (geb. 1861) und vermählt sich 1898 mit Anna, geb. Schermer. Aus der Ehe entsprießen elf Kinder (neun Töchter, zwei Söhne). Die beiden Söhne Georg und Josef fallen beide im zweiten Weltkrieg - somit ist der Hof ohne Erben.
Ursula Rieser, eine Tochter des Georg Rieser erwartet ein Kind von Josef Gwiggner (Rantsch), der sein Eheversprechen nicht einlöst. Dieses Kind, Simon Rieser, erbt dann 1956 als einziger männlicher Nachkomme der Familie den Hof. 1959 führt er die Lederer-Tochter Margarethe (geb. Schroll) in die Ehe. Aus dieser Ehe stammen fünf Kinder (drei Söhne und zwei Töchter).
Der zweitälteste Sohn Simon übernimmt mit seiner Frau Christine (geb. Erharter) 1993 den Hof. Seither führen Christine (Tini) und Simon, der auch bei den ÖBB als Lokführer arbeitet, den Hof im Nebenerwerb unter Mithilfe ihrer vier Kinder Simon, Lisa, Hanna und Christa.

Der Hofname Eichtl ist vermutlich vom Wort Eiche abzuleiten, denn diese Baumart ist auch auf der Feldflur vorhanden. Die Grundsubstanz des Hofgebäudes ist ca. 400 Jahre alt.

Daten und Fakten

Der Hof liegt auf 1.000m und wird von Familie Rieser im Nebenerwerb bewirtschaftet. Der Betrieb umfasst ca. 22 ha Fläche (Wiesen und Wälder). Am Hof gibt es 18 Stück Fleckvieh, davon 4 Milchkühe. Die gesamte Milch bleibt am Hof und wird täglich verarbeitet und veredelt. Zum Bauernhof gehören auch Hühner, ein Schaf mit dem Namen Wuli, eine halbwilde Stallkatze sowie die Hauskatze Frida.

Die Arbeit am Hof

Neben der Verabeitung der Milch tut sich am Eichtlhof auch sonst noch Einiges.

Am Hof wachsen und gedeihen Äpfel und Quitten, Sanddorn und Mispeln hervorragend. Eine Leidenschaft des Bauern ist der Obst- und Weinbau. Dementsprechend wird vom Frühsommer bis zum Herbst geerntet, eingekocht, eingeweckt, g'saftlt, getrocknet und Vieles mehr. Durch Direktvermarktung werden die am Hof erzeugten Produkte an den Mann bzw. die Frau gebracht.